Am Wochenende vom 6. und 7 Juni organisierte der DPCH zusammen mit der Flugschule Airzone das jährliche Siku. Das Wetter spielte perfekt mit und die Erwartungen der Teilnehmenden wurden vollumfänglich erfüllt bis übertroffen.
Am Samstag, 6. Juni um 8 Uhr war der Treffpunkt beim Forsthuus in Brienz. 10 Mitglieder von DPCH und 3 spätere Neumitglieder vom DPCH :-) waren angemeldet und pünktlich vor Ort. Das Wetter war perfekt. Am Morgen noch leicht bewölkt, schwachwindig und erst im Verlaufe vom Nachmittag war aufkommender Südwest angesagt. Als Vorbereitung galt es, das 20seitige Skript zu lesen (sehr wertvoll).
Peter Goerttler, der Leiter des Sikus, startete mit seinem ausführlichen Briefing. Dabei ging es einerseits um den Ablauf und die Regeln sowie im zweiten Teil um die Manöver, welche geflogen werden können (mit detaillierter Erklärung). Es ging um Begriffe wie Stoppen, Stützen, Pumpen, Stabilisieren, Ausleiten, richtige Sitzposition, Visualisierung, Atmung und vieles mehr. Peter betonte, dass alle das üben können, was sie möchten. Er motivierte aber auch alle Teilnehmenden dazu, zu versuchen, die eigene Komfortzone etwas zu verlassen, um möglichst viel von diesen 2 Tagen profitieren zu können.
Nun Funk und Schwimmweste fassen, in zwei Gruppen aufteilen und ab an den Startplatz. Dank dem Betrieb des Sesselliftes konnten wir noch gut 200 m höher Starten (Axalp Windegg), womit bei jedem Flug über 1300 hm zur Verfügung standen.
Hauptthema am ersten Tag waren alle Arten von Klapper und Abstiegshilfen (kleine und grosse Ohren, Steilspirale, Klapper-Spirale usw.). Wer wollte, konnte zum Spiralen auch das Anti-G ausprobieren. Peter verstand es, mit einem guten Aufbau sehr individuell alle auf ihrem Niveau abzuholen, die Angst auf Respekt zu reduzieren und jeden Piloten so Schritt für Schritt bzw. Flug für Flug weiterzubringen. Seine ruhige aber bestimmte Art gab allen sehr viel Sicherheit. Nach einem kurzen Debriefing und dem Briefing für den 2. Tag ging wer Lust und Zeit hatte, zusammen Nachtessen.
Am Sonntag lagen die Wolken am Morgen wie prognostiziert noch etwas tief. Trotzdem konnten wir pünktlich loslegen und schon bald war die erste Gruppe startklar. Wer wollte, konnte noch an den Übungen vom Vortag weiterarbeiten. Ansonsten waren Stallpunkt, Verhänger öffnen, Vrillenansatz, Vrille und Fullstall Schwerpunkte. Es war toll zu sehen, wie alle grosse Fortschritte machten und sich die anfängliche Angst in respektvollen Spass an den Übungen entwickelte.
So waren beim anschliessenden Debriefing lauter glückliche und zufriedene Gesichter zu sehen. Die beiden Tage wurden unserem diesjährigen Motto – investiere in Deine Sicherheit – vollumfänglich gerecht. Das Sicherheitstraining ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Weiterbildung. Es trägt massgeblich dazu bei, das fliegerische Können zu verbessern und die Sicherheit beim Gleitschirmfliegen zu erhöhen.
VIELEN DANK – an alle Teilnehmer, an Peter Goerttler für die souveräne Leitung des Sikus, an Thierry fürs Fahren, an Isa, Oli und David für die Startleitung sowie natürlich an die Flugschule AIRZONE für die Organisation und Zusammenarbeit mit dem DPCH.
Beat Gisin
