Stimmungsbild

Vorfälle in unserem Fluggebiet

Liebe Pilotinnen und Piloten

Leider haben sich in den letzten Tagen verschiedene Vorfälle ereignet.

  • Am Sonntag, 27. August 2017, wollte ein Pilot bei starkem Südwind oberhalb des Restaurants Hintere Wasserfallen landen. Der Leewind hat dann den Piloten im Landeanflug unsanft auf den Boden gedrückt. Dabei hat er sich an der Wirbelsäule, glücklicherweise voraussichtlich problemlos heilbar, verletzt.
  • Am Dienstag, 29. August 2017, wurde ein Pilot bei tiefem Flug, ebenfalls bei Südwind und über der Geländekante oberhalb des Restaurants Hintere Wasserfallen, von bewegter Luft erfasst und landete in einem Baum. Der Pilot blieb unverletzt und wurde von einem Baumrettungsteam herunter geholt. Der Schirm konnte erst ein paar Tage danach aus dem Baum geholt werden.
  • Am Dienstag, 29. August 2017, am späteren Nachmittag herrschte klar Südwestwind. Dennoch starteten einigen Piloten an der Hohwacht.

Jeder Pilot und jede Pilotin entscheidet zwar eigenverantwortlich, ob, wann und wo er oder sie fliegt. Der Vorstand des DPCH möchte aber dennoch an alle appellieren, der Sicherheit einen höheren Stellenwert einzuräumen.

Wir bitten deshalb alle,

  • nicht ins Lee zu fliegen bzw. ein Lee genügend hoch zu überfliegen
  • genügend Höhe über dem Grund zu behalten und
  • nicht zu starten, wenn Abwind schon am Startplatz erkennbar ist und auch nicht, wenn der überregionale Winde aus der falschen Richtung wehen (siehe Meteostation wie z.B Röti, Hohe Winde oder Rueneberg SFMeteo) sowie
  • alle weiteren Regeln für das sichere Fliegen einzuhalten.

Jeder Vorfall schadet nicht nur den betreffenden Piloten, es kann so auch zu Einschränkungen des Fliegens kommen, es können finanzielle Folgen für alle entstehen (z.B. wenn Gleitschirmfliegen zum Risikosport umgestuft würde), es können bei Unfällen zusätzlich Rettungsmannschaften in Gefahr kommen, es schadet dem Image unseres Sports und damit werden unsere Handlungsmöglichkeiten und Verhandlungspositionen verschlechtert (z.B. bei Diskussionen mit Bauern, Gemeinden usw.).

Tommy Schwarb, Präsident DPCH


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